Agave

Die Agaven sind eine Pflanzengattung in der Unterfamilie der Agavengewächse. Der botanische Name Agave leitet sich vom griechischen Wort agavos für edel, prachtvoll oder auch erhaben ab. Für unsere Produkte verwenden wir die wilde Agave Salmiana und die Blaue Agave, die unteranderem auch für die Tequila Herstellung genutzt wird.

 

Herkunft unserer Agaven
Die Agaven für unsere Produkte wachsen im Hochland von Mexiko in den südlichen Ausläufen der Sierra Madre Occidental westlich der Stadt Guadalajara. In der weiten, sanft hügeligen, trockenen Landschaft bilden die silbrigen Pflanzenreihen einen schönen Kontrast zum sandigen, rötlichen Boden und dem oft azurblauen Himmel.

 

Ernte und Verarbeitung
Das trockene, fast steppenähnliche Klima macht eine normale landwirtschaftliche Nutzung praktisch unmöglich. Dagegen gedeihen dort die widerstandsfähigen und anpassungsfähigen Agavenpflanzen trotz der schwierigen Bedingungen.

Nach ca. 6 – 7 Jahren treibt die Agave einen meterhohen, weithin sichtbaren Blütenschoss. Nachdem dort zahlreiche Samen gereift sind, vertrocknet die Mutterpflanze. An ihrer Stelle treibt nun einer der im Boden ruhenden grundständigen Tochtertriebe aus und beginnt an dieser Stelle neu zu wachsen. Kurz bevor die Agavenpflanze ihren Blütenschoss treibt, bildet sich im unteren Teil der Rosette eine hohe Konzentration an zuckerhaltigem Pflanzensaft. Zu diesem Zeitpunkt werden die äußeren, dornspitzigen Blätter entfernt und das „süße Herz“ geerntet. Die abgetrennten Blätter werden an Ort und Stelle zerkleinert und bleiben dort als natürlicher Dünger für die nächste Pflanzung.

Das bis zu 45 kg schwere und an eine Ananas erinnernde Herz (mex. pinas) wird nun zur Produktionsstätte gefahren. Dort wird es gewaschen, zerkleinert und der süße Saft herausgepresst. Im frischen Agavensaft befinden sich natürliche Enzyme der Agave, die das Speicherkohlenhydrat „Inulin“ aufspalten und in die Einfachzucker Fructose und Glucose umwandeln. Nachdem die Pflanzenfasern herausgefiltert wurden, beginnt die schonende Eindickung unter Vakuum.

 

Wissenswertes
Agavensüße hat von Natur aus eine höhere Süßkraft als gewöhnlicher Haushaltszucker, dies wird durch den erhöhten Anteil von Fruktose verursacht. Durch den Austausch der beiden Süßen lässt sich einfach die tägliche Zuckerzufuhr reduzieren. Zudem hat die Agavensüße aufgrund ihrer sehr feinen Struktur eine große Oberfläche und ist eher mit Puderzucker als mit den gröberen Zuckerkristallen zu vergleichen. Daraus ergeben sich auch rein optisch andere Dosiermengen. 

·       Ein gehäufter Teelöffel Agavensüße
        wiegt 2g

·       Ein gehäufter Teelöffel Zucker wiegt 6g

Kokos

Die Kokospalme ist ein tropisches Palmengewächs und liefert verschiedene Rohstoffe zur vielseitigen Weiterverarbeitung. So kann aus der Kokosnuss Kokosmilch und Kokosöl gewonnen werden und aus dem Kokosblütennektar Sirup und Kokosblütenzucker, sowie Palmessig. Außerdem werden die Blätter der Palme zu Besen verarbeitet und aus dem Holz der Stämme werden seit je her zum Bau von Hütten verwendet.

Herkunft unserer Kokospalmen
Die Kokospalme wird im ganzem asiatischen Raum und insbesondere auf den Philippinen, wo unsere Kokosprodukte produziert werden sehr verehrt. Sie hat in der südostasiatischen Kultur einen hohen Stellenwert, da alleine die Blütenstände und die Früchte die Menschen mit einer Vielzahl an Produkten versorgen. 

Ernte und Verarbeitung
Kokospalmen sind für den Betrachter oftmals schon weithin sichtbar, denn mit Ihrer Krone überragen sie die andere Pflanzenvielfalt im tropischen Dschungel. 

Aus den Blütenständen der Kokospalmen wird der der Kokosnektar gewonnen. Die Palme hat zwischen 10 und 12 Blütenstände pro Jahr. Während der Gewinnung des Nektars wachsen an den anderen Blütenständen ganz regulär Kokosnüsse in den verschiedensten Stadien heran. Zur Gewinnung des Nektars wird einer der Blütenstände der Palme abgebunden, damit die Blüten nicht aufgehen können. Nachdem der Blütenständer angeritzt und angeschnitten wurde, wird dieser nun traditionell in ein Bambusrohr gesteckt. Mittels dieses Rohres wird der Nektar nun gesammelt. Die Ernte der vollen Behälter erfolgt durch die Phillipinos am frühen Morgen. Im nächsten Schritt wird der aufgefangene Kokosnektar bis zur Gleichgewichtsfeuchte eingedickt. Wenn dieser Prozess nun fortgesetzt wird, dann beginnen die ersten Zuckerkristalle zu kristallisieren. Schließlich werden diese herausgesiebt und schonend getrocknet.

Wissenswertes
Die Kokospalme kann nur im natürlichen Verbund mit anderen Pflanzen und Bäumen heranwachsen. Ein Anbau in Monokulturen ist nicht möglich. Sie braucht das tropische Klima und kann auch auf salzigem Untergrund, d.h. in Küstennähe bestehen. In der nachhaltigen und traditionellen Nutzung kann eine Kokospalme über 100 Jahre alt werden. Die Kokospalmen werden von biologisch zertifizierten Farmen unterschiedlicher Größe aus dem Umland des Verarbeitungsbetriebes angebaut. Bei dieser traditionellen Anbauweise wird kein Regenwald zerstört. Der Anbau von Kokospalmen sichert die Existenz der Erzeuger im Ursprung.

Traube

Herkunft unserer Trauben
Die Bio Trauben für unsere kristalline Traubensüße reifen unter der Sonne von Sizilien. Durch die starke und kräftige Sonneneinstrahlung erhalten die Trauben von Natur aus einen hohen Zuckeranteil. 


Ernte und Verarbeitung
Die Trauben werden im Herbst sorgsam geerntet und verlesen. Im ersten Schritt nach der Ernte wird aus den Trauben in traditioneller Art und Weise Traubensaft gewonnen. Im nächsten Schritt wird dieser schonend und langsam eingedickt. Zum Abschluss wird die Traubensüße behutsam getrocknet. 

Wissenswertes
Unsere Traubensüße besteht 100 % aus den fruchteigenen Einfachzuckern - insbesondere Traubenzucker (Glucose) und Fruchtzucker (Fructose). Sie bewahrt damit den einzigartigen Charakter von sonnenverwöhnten Früchten in ihrer natürlichen Zusammensetzung. Somit eignet sie sich besonders zum Süßen von Obstsalat und Fruchtzubereitungen, Erfrischungsgetränken und Eistees. Aufgrund ihres hohen Traubenzuckeranteils ist sie ein schneller Energiespender, weil das Gehirn bevorzugt Glucose zur Energiegewinnung nutzt. 

Reis

Herkunft
Als Reis werden die Getreidekörner der Pflanzenarten Oryza sativa und Oryza glaberrima bezeichnet.   Außer diesen beiden Pflanzenarten gehören noch 17 weitere Arten zur Gattung Reis, die aber nicht domestiziert sind.
Als Basis für unsere hochwertige Süße haben wir uns für einen Bio Reis aus einem Entwicklungsprojekt an den Füßen des Himalaya in Pakistan entschieden.

Ernte und Verarbeitung
Der Reis wird fein vermahlen. Im Anschluss wird dem Reismehl Wasser zugeführt, damit die Stärke (das Speicherkohlenhydrat) sich aus dem Reismehl löst. Nun wird der Keimprozess nachgestellt in dem Wasser natürliche Enzyme (Amylasen) beigegeben werden. Sie spalten die Reisstärke in kleinere Bruchstücke, so dass die Stärke mehr und mehr in Ihre Bausteine zerlegt wird. Neben Oligosacchariden entstehen so auch viele kleine und kleinste Traubenzuckermoleküle (Glucose und Maltose). Zum Abschluss wird der Sirup unter Vakuum schonend eingedickt und um die Reissüße zu gewinnen anschließend getrocknet.

Wissenswertes
Reis -das Grundnahrungsmittel von Millionen von Menschen- ist bekannt für seine gute Bekömmlichkeit. Da Reis von Natur aus glutenfrei und fructosearm ist, haben wir in dem Reiskorn die Basis für unsere Allergiker Süße gefunden.

Apfel

Herkunft
Der Apfel gehört zur Pflanzengattung der Kernobstgewächse aus der Familie der Rosengewächse. Er ist vor allem in der nördlichen gemäßigten Zone in Europa, Asien und Nordamerika zu finden. Im Herzen der Türkei wachsen in einem Bioprojekt die Äpfel für unseren Apfeldicksaft. So reifen in der sonnenverwöhnten Landschaft Ostanatoliens die Früchte zu zuckersüßen Äpfeln. 

Ernte und Verarbeitung
Unsere Äpfel werden erst geerntet, wenn sie ihr volles Aroma ausgebildet haben und köstlich süß/säuerlich schmecken. Im ersten Verarbeitungsschritt werden sie dann nach althergebrachter Art im Rahmen der klassischen Saftgewinnung verarbeitet und der Apfelsaft behält sein natürliches Verhältnis von Fruchtzucker (Fructose) 60% zu Traubenzucker (Glucose) 23%. Im nächsten Schritt wird er direkt vor Ort schonend im Vakuum eingedickt.  

Wissenswertes
Der Apfel gehört zu den beliebtesten Obstsorten in Deutschland und tatsächlich liegen die meisten Vitamine und Antioxidantien in und direkt unter der Schale, dicht gefolgt vom Gehäuse. Deshalb sollte der Apfel am besten immer im Ganzen verspeist werden. So kann der Apfel dann die Cholesterinwerte verbessern und vor Tumorerkrankungen und Schlaganfällen schützen.

Dattel

Datteln sind die Früchte der Dattelpalme (Phoenix dactylifera). Sie kann 10 bis 30 m hoch und über 100 Jahre alt werden.

Herkunft
Die Dattelpalme ist eine Pflanze der heißen und extrem trockenen Länder. Datteln werden mit Wüstenoasen und orientalischen Geschichten und Legenden verbunden. Unsere Datteln wachsen im warmen Tunesien und werden dort geerntet und weiterverarbeitet.

Ernte und Verarbeitung
Nach einer Fruchtreife von fünf bis sechs Monaten erscheinen die einsamigen Früchte, die botanisch zu den Beeren gehören. Sie stehen in traubenförmigen Fruchtständen zusammen. Dattelbeeren sind länglich-oval geformt und werden bis zu sieben Zentimeter lang. Reife Beeren werden an der hell- bis dunkelbraunen, manchmal auch goldgelben oder leuchtend roten Färbung erkennt. Ein Baum kann bis zu 100 Kilogramm Früchte liefern, trägt aber nur alle zwei Jahre. Nach der Ernte werden die Datteln entsteint und in Wasser eingekocht. Anschließend werden sie gepresst, filtriert und zu Sirup eingedickt.

Wissenswertes
Datteln sind reich an Zucker und haben einen entsprechend hohen Kaloriengehalt. Das brachte ihnen den Namen "Brot der Wüste" ein. Ballaststoffe, Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium und Magnesium sowie B-Vitamine machen sie zu einer gesunden Nascherei. Der Gehalt der Aminosäure Tryptophan ist besonders interessant. Aus Tryptophan entsteht im Körper das Hormon Melatonin, das eine Bedeutung für den Schlaf-Wach-Rhythmus hat. Außerdem soll Dattelsirup ein hervorragendes Heilmittel gegen bakterielle Infektionen sein.

Dinkel

Dinkel (Triticum spelta) ist eine Weizenart und botanisch nahe verwandt mit dem Weichweizen (Triticum aestivum), der heute wirtschaftlich bedeutendsten Weizenart. Zusammen mit den alten Getreidesorten Einkorn und Emmer sowie auch der Gerste gehört Dinkel zu den so genannten "Spelzgetreiden". Bei diesen Getreidearten ist das eigentliche Korn noch von einer Schutzhülle – der Spelzhülle oder einfach dem Spelz – umgeben, die vor der weiteren Verarbeitung erst entfernt werden muss. 

Herkunft unseres Dinkels
Bereits vor etwa 8.000 Jahren soll Dinkel von den Ägyptern angebaut worden sein. Später (vor weit über 3000 Jahren) verbreitete er sich mittels Völkerwanderung bis nach Mittel- und Nordeuropa. Der Dinkel für unseren Dinkelsirup wird in Europa angebaut, unteranderem in Deutschland, Belgien und der Schweiz.  

Ernte und Verarbeitung
Dinkel gilt als sehr robust und im Wachstum anspruchslos. Er ist kaum anfällig für Schädlinge, der Winter kann ihm nichts anhaben, aber er braucht einen guten Ackerboden um gut zu gedeihen.  

Im Herbst wird der Dinkel ausgesät und kann dann von Ende Juli bis Anfang August geerntet werden. Anschließend wir der Dinkel zu Mehl gemahlen und mit Wasser eingedickt. Ähnlich wie beim Reissirup wird die Masse erhitzt, eingedickt und mit Hilfe von Enzymen werden die Kohlenhydratketten aufgespalten, was zur arttypischen Süße führt.  

Wissenswertes
Dinkel ist reich an Mineralstoffen und Vitaminen. Sein hoher Gehalt an Kieselsäure wirkt sich positiv auf Denkvermögen und Konzentration sowie die Gesundheit von Haut und Haaren aus. Er gilt außerdem – selbst bei Nahrungsmittelallergien – als äußerst verträglich und scheint eine insgesamt harmonisierende Wirkung auf den Körper, insbesondere auf die Verdauung zu haben.